Der Käfig

Kalten Blickes kauerst du Im Käfig, dir als Haut gegeben, Von Anbeginn in deinem Leben. Wie dunkle Nebel um dich schwirrend, Dunkel dir dein Herz verwirrend, Will er dir nicht Freiheit geben. Manchmal, manchmal lockt die Sonne Dir im Augenblick der Wonne Deine Hände durch die Gitter Und in einem Lustgewitter Magst du jene Gitter sprengen, Die dir deine Brust verengen. Ach! Doch, wenn du sie berührst, Wieder ihre Kälte spürst, Wird auch kalt dir dein Gemüt Und sie schneiden dir ins Fleisch, Dass dein Blut den Geist dir wärmt, Der dir in Verzweiflung lärmt. Doch es kühlt dich je noch schlimmer, Nimmt dir jeden gold’nen Schimmer. Stets vom Schlüssel träumtest du, Der des Käfigs Tür entsperre, Dass dir dein Herz nicht mehr verzerre.

Oh! Ich fleh‘ dich an, erkenne! Jenen Schlüssel gibt es nicht, Nie verschlossen war die Tür! Lieber Freund, ich sage dir: Stoß die Tür auf, die dich hält! Zu Staub der Käfig dann zerfällt, Denn er ist nichtig.

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