Nachtmare

Du liegst in deinem sich’ren Bette Und wiegst dich sanft in warmen Träumen, Fliegst in ewigdeinen Räumen, Sprengst der Tagessorgen Kette.

Doch uns hast du noch nicht gesehen, Die mit tausend Augen blicken Aus allen deines Zimmers Ecken, Die wir in den Wänden gehen.

Wir, die durch die Mauern schleichen, Dich beim Schlafen stets betrachten Und dir nach dem Leben trachten. Wir, die dunklen. Wir, die bleichen.

Unter deinem Bett wir lauern, Auf und über dir wir kriechen, Wenn wir deinen Atem riechen Und auf deiner Brust wir kauern.

Schwer wir sitzen auf dem Herzen, Kühlen deine warmen Träume, Finster werden deine Räume, Voll von Angst und starren Schmerzen.

Oh mein Kind, wir lieben dich! Niemals wollen wir dich lassen, Alles wollen wir umfassen, Todesdrückend inniglich.

Ewig wäre diese Qual, Würde nicht die Sonne steigen, Uns zurück in Schatten treiben Und zum Wachen lässt die Wahl.

Doch auch jeder Tag muss weichen, Steter Tropfen höhlt den Stein. Bald vollendet wird es sein, Wenn wir wieder zu dir schleichen.

http://der-schwarze-planet.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/06/horla-guy-de-maupassant-monster-im-portrait-300x2261.jpg

#Lyrik

Empfohlene Beiträge
Neueste Einträge
Archiv
Search By Tags
Follow Us
  • Facebook Basic Square